Koalitionsvertrag: Neue Bundesregierung setzt auf BIM, VOB und HOAI

Nach dem Entwurf eines Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD vom 07.02.2018 (> Download) wird ein Schwerpunkt der neuen Bundesregierung, soweit diese nach der SPD-Mitgliederbefragung zustande kommt, auf der Optimierung rechtlicher Rahmenbedingungen für Bauprojekte in den Bereichen Verkehr und Hochbau liegen.

In beiden Bereichen soll die digitale Planungsmethode „Building Information Modelling – BIM“ (siehe dazu die Kapellmann-Leistungsbilder, die > hier abgerufen werden können) verstärkt zur Anwendung kommen, um Kosten zu reduzieren und die Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen zu reduzieren. Insgesamt sollen die Digitalisierung des Planens und Bauens in der gesamten Wertschöpfungskette Bau vorangetrieben und dabei die Interessen des Mittelstands und kleinerer Planungsbüros berücksichtigt werden.

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sei ein unverzichtbares Instrument zur Sicherung von Bauqualität und Baukultur und Voraussetzung eines fairen Leistungswettbewerbs. Die Bundesregierung werde sich für den Erhalt in Deutschland auf europäischer Ebene einsetzen. Zudem soll die hohe Qualität der Ausbildung von Architekten und Ingenieuren auch künftig sichergestellt werden.

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) als faire, wettbewerbsneutrale und von allen Bauverbänden getragene Verfahrensregelung garantiere gute Bauleistungen. Sie sei zu sichern und anwenderorientiert weiterzuentwickeln. Die verbreitet geforderte Überarbeitung und Weiterentwicklung des neuen Bauvertragsrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch findet hingegen in dem Vertragsentwurf keine Erwähnung.